Tja, das dachte ich auch ne recht lange Zeit ... doch irgendwann verschwand dann wohl der Glauben daran, gefolgt von dem immer stärker werdendem Einreden, dass es doch viel schöner sei, alleine und ohne "Verpflichtungen" durchs Leben zu stapfen. Aber da stellt sich die schöne philosophische und jahrelang diskutierbare Frage, macht das glücklich?
Da ist einmal das EINE, an das ja vor allem wir Männer - wenn man zumindest diversen Studien trauen darf - tagein tagaus denken (deshalb an erster Stelle :D)... aber gut, das lässt sich ja organisieren, indem man sich ab und an was ins Bett legt ... jaja, das ist nicht das gleiche, höre ich da schon und deshalb Punkt 2: aber was ist mit dem Herz? Das schieben wir mal schnell im Eilverfahren auf´s Abstellgleis?! Und da lassen wir es schön stehen. Naja, ab und an meldet es sich mal, aber da gehen wir uns brav ablenken ... geht ja auch wieder vorbei ... diese blöde Gefühlsduselei aber auch immer ...
Jede Medaille hat zwei Seiten? Jaja, aber wer entscheidet nun, welche schöner ist? Jeder für sich selber? Mag ja stimmen. Aber wer unbeeinflussbar ist, hebe die Hand. Wir alle tragen Narben in uns. Wir alle (haben schon ge)sehen wohin DAS führen kann. Wir alle werden Tag für Tag damit zugemüllt, wer wann wie(oft) gut für uns ist ...
Und da kommt wohl eher das entscheidende ... die wenigsten von uns träumen doch von einem dauerhaften Leben in Einsamkeit ... aber das Problem fängt bei der Erkenntnis, wer die bessere Hälfte sein könnte/sein wird, wer zu uns passt, wer den eigenen allmächtig hohen Ansprüchen gerecht werden kann, an ... früher war man noch jung und naiv und verliebte sich einfach ... (ganz früher ging man ins nächste Dorf, suchte sich ne Frau und heiratete) ... heute aber, haben wir aufgrund unseres schweren Gepäcks Angst uns zu binden, weil man ja nen Fehler machen könnte ... man könnte ja was verpassen ... der andere könnte ja bloss ein böses Spiel mit uns treiben wollen und uns eine weitere Narbe zufügen bzw. uns bei Nichtgefallen wieder im Singleregal abstellen. Und dann sind dann die, die uns Vorleben, wie wir nie enden wollen ... die nur zusammen sind, weil es sich so ergeben hat ... die nur zusammen sind, weil sie nicht alleine sein können ... die nur zusammen sind, weil es andere so wollen ... die nur zusammen sind, weil es endlich mal Zeit war ...
Also lieber alleine und unglücklich, als zuzweit und auch nicht wirklich glücklich ... so nach dem Motto, wenn es mir schon Scheisse geht, kann ich da andere auch noch in den Dreck ziehen?
Hm, ich sage: Nein danke! ... aber wie lange noch? Wie lange noch, habe ich den Mut (mir) zu sagen, was ich will und mich nicht dem, was es angeblich Zeit wird nachzugeben ... wie lange noch will ich meine Ansprüche hochhängen bzw. in Träumereien schwelgen ... sollte ich doch einfach nur die rosarote Brille abnehmen?
Oder aber nur weniger Denken, die Vernunft mal zu Hause lassen und auf mein Herz hören?
We´ll see ................................................ one day .........
1 Kommentar:
Gerade fühle ich mich wie vom Bus überfahren.
Es scheint fast so, als ob du wissen würdest, was ich letzte Nacht für einen Stuss zusammengeträumt habe.
Jeden Tag sag ich mir „Ich brauche niemanden, ich schaffe das alles alleine. Männers, ihr könnt mich mal.“ Wunderprima. Dann sitzt du abends alleine da, knietschst so vor dich hin und vermisst all diese Dinge. Einfach mit jemandem reden, in den Arm genommen werden usw.
Und dann taucht plötzlich jemand auf, dem du nahe sein kannst, dem du dich anvertrauen kannst und der einfach gerade in deine Lebenssituation passt. Du lässt dich fallen. Vielleicht wirst du dann enttäuscht und denkst dir „nie wieder“. Dann dreht sich die ganze Spirale wieder von vorn. Du schwörst allem ab, triffst jemanden und lässt dich wieder verletzen. Oder diesmal nicht? Wer kann es schon sagen? Eine Option wäre auch, dass DU diesmal derjenige bist, der verletzt.
Sicher ist nur, wir werden das alles nie vergessen. Die kleinen oder größeren Narben, wie du so treffend schreibst, bleiben. Wir werden vorsichtiger, wenn auch unbewusst. Die Beziehungen oder das, was wir dafür halten, werden oberflächlicher und immer steht die Frage im Raum: „Was will ich wirklich?“
Wenn ich meine Gefühle für mich behalte, dann suchen sie mich Nacht für Nacht in meinen Träumen heim...
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