war es heute immer wieder ...wie in Trance lief ich durch die windgepeitschte Höhe des Aubrac, als ich mich wunderte, warum sich das Stück Seil am Wegesrand plötzlich bewegte ...nun es entpuppte sich als Schlange ...da war ich doch mal der Klügere, ging ihr aus dem Weg und sie warf sich noch artig in Fotopose ...da ich es mit Schlangen nicht so hab, erschrak ich dann später, als ein Fröschlein des Weges hüpfte ...und das Wiesel/Ziesel/Hermelin oder wie auch immer das kleine kecke Tier mit dem weissen Bauch heißen mag, beäugte mich von der Steinmauer am Wegesrand und sprang dann so flott durch das Wasser und Gras davon, dass da jeglicher fotografier-Versuch fehlschlug.
Seitdem ich Roger aus den Augen verloren habe, tigere ich recht allein durch die Gegend ...auf französisch was wissen zu wollen/was zu bestellen ist das eine, eine Konservation zu führen das andere ...auch fehlt mir hier meine Altersgruppe ...nix gegen die lieben Senioren, aber immer wieder nur über die Landschaft, das Wetter oder die nächsten Herbergen zu reden, ist auf Dauer langweilig ...aber anstatt zu meckern, sollte ich die Ruhe vielleicht noch geniessen?!
Gestern musste ich für mich auch wieder mal feststellen, dass das mit der Toleranz/dem Leben und Leben lassen leichter gesagt ist, als getan ...sei es in der Beziehung, in der Familie oder eben auch hier auf dem Jakobsweg: hier ist eine geführte "Pilgergruppe" unterwegs ...das Hauptgepäck wird gefahren und es wird mit leichtem Rucksack gegangen; wenn man nicht mehr kann, wartet das Auto; es gibt ein Picknick am Wegrand; abends wird bekocht ...die laufen teils durch die Welt und fühlen sich wie die größten Hechte ...da musste ich mir mehrmals gut zu reden: jeder wie er will bzw. kann!

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